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Die Kunst des Vererbens


Die Beschäftigung mit dem eigenen Ableben gehört nicht unbedingt zu unseren Vorzugsbeschäftigungen und unterbleibt in nicht seltenen Fällen.

Folge ist, der Nachlass wird kraft Gesetz geregelt und ist manchmal für Hinterbliebene eine echtes Ärgernis und / oder schafft Unfrieden in der Familie, insbesondere, wenn die gesetzlichen Lösungen für die individuelle Situation der Familie nicht recht passen möchten.

Auch nicht gerade angenehm sind Testamente, die widersprüchlichen Inhaltes sind, oder mehr Fragen aufwerfen als beantworten.

Auch das beliebte "Berliner Testament" hat oft Nebenwirkungen, über die man sich im Klaren sein sollte. Was ist denn eigentlich ein Vermächtnis und wann empfiehlt es sich? Schenkungen zu Lebzeiten und Pflichtteilsrecht kollidieren gelegentlich, wenn seit der Schenkung 10 Jahre noch nicht vergangen sind, bis der Erbfall eintritt und viele Dinge mehr, die man vielleicht berücksichtigen möchte, wenn man sie kennt.

Wenn Sie sich fragen, wie Sie alles, was Sie für wichtig halten, am Besten zu Papier bringen können und sich nicht sicher sind, lassen Sie sich beraten.

Wir helfen bei der Formulierung eines Testamentes, das Unklarheiten und damit späteren Streit vermeidet. 


Kennen Sie die Geschichte von der Mutter mit zwei Töchtern und einer Orange?


Es war einmal eine Mutter mit zwei Töchtern und einer Orange.  

Sie hatte sich vorgenommen, die Orange "gerecht" unter ihren Mädchen zu verteilen und schnitt sie deshalb in zwei Hälften.

Nachdem sie auf diese Weise dachte, ihre Töchter erfreut zu haben, stellte sie fest, dass keines der beiden Kinder zufrieden war.

Die eine erklärte:" ..wollte ich einen Kuchen backen und brauchte dafür die Schale einer ganzen Orange!"

Die andere meckerte:"Toll, ich wollte mir ein Glas Orangensaft machen und brauchte den Saft einer ganze Orange!" 

Wenn Mama vorher gefragt hätte, hätte sie wohl eine Lösung gefunden, die beide Töchter zufrieden gemacht hätte.

Die Geschichte ist alt und ist ein gern zitiertes Beispiel für das berühmte "Harvard-Prinzip", in dem man beschreibt, wie man unter Berücksichtigung der verschiedensten Interessen eine Lösung findet, die alle am Ende zufrieden macht.


Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie an die Zeit nach Ihnen denken?

Vielleicht kommt es Ihnen darauf an, dass Ihre Kinder und Kindeskinder weiter eine Familie sind? Zusammenhalten?

Sich nicht streiten, und schon gar nicht um das Erbe?


Vielleicht ahnen Sie, dass Ihre Kinder ohnehin manchmal nicht ganz "auf einer Wellenlänge" sind? Haben Sie schon einmal den Vorwurf gehört: " Meine Schwester/ mein Bruder hat immer alles bekommen und ich nicht!"


Sind Sie vielleicht sogar selbst der Meinung, dass ein Ausgleich her muss, dafür, dass Sohn oder Tochter sich im Alter besonders um Sie gekümmert hat? Des einen Ausbildung viel länger und viel teurer war, als die des anderen?

Falls Sie eine dieser oder ähnlicher Fragen mit einem "ja" beantwortet haben, wäre es nicht vielleicht gut, "erklären" zu können?

Ihre Beweggründe und Interessen mit den Interessen der Kinder noch zu Lebzeiten auszugleichen? 


Verfassen Sie Ihr Testament nicht nur "gerecht", sondern vor allem  "interessenorientiert" und im Einvernehmen.


Wenn Sie hierfür nach Lage der Dinge einen Rahmen suchen, der auch schwierige Familiensituationen durch eine geordnete Gesprächsführung begleitet, lassen Sie sich über Mediation beraten und erfragen Sie die Kosten.