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Die Patchworkfamilie 

Familie 4.0  


Besser als Konflikte lösen : Konflikte vermeiden!


In Anbetracht der Scheidungsraten ist es kaum erstaunlich, dass das Modell der Patchworkfamilie heute keine Ausnahmeerscheinung ist, sondern ein weit verbreitetes Lebensmodell.

Das Problem dabei ist, dass wir auf solche Verbindungen historisch nicht vorbereitet sind.

Es gab vor einigen Jahren noch keine Verbindungen mit diesem Zuschnitt. Die Stiefmutter kam erst, wenn die leibliche Mutter tot war. Konfliktpotentiale, wie sie heute entstehen, waren damals unmöglich. 

Der Mensch lernt am Modell und seine Sozialtechniken, also Fähigkeiten im Umgang miteinander und mit Situationen, sind ausgelegt nur auf Situationen, die er kennt. Patchwork ist verhältnismäßig neu.

Also: Geduld und Nachsicht!


Manchmal raufen sich diese Familien wunderbar zusammen und pflegen einen wertschätzenden entspannten Umgang.

Dazu gehört aber auch ein entsprechend großer -vor allem emotionaler- Abstand von den einstigen Konstellationen.  


Schwierig wird es, wenn ein neuer Partner hinzukommt, bevor dieser Prozess abgeschlossen ist und wenigstens bei einem Partner mit der neuen Situation noch eine Vielzahl von Ungeklärtem, Ängsten und Sorgen verbunden ist.  


Unklar sind dann oft die Rollenbilder, es kommen unterschiedliche Erwartungen aufeinander, der Austausch und die Einbeziehung eines Menschen mit dem man keine Geschichte teilt, sondern nur über den Ex-Partner verbunden ist, erinnert manchmal schmerzhaft daran, dass ein anderer den Platz einnimmt, den man für sich sicher glaubte.


Die Festlegung von Regeln, die die Interessen aller weitmöglichst berücksichtigen, kann man in einem Mediationsverfahren anschieben. Im Anschluss wissen die Beteiligten um die Befürchtungen und Sorgen der anderen und können Fallgruben umgehen. Und selbst, wenn das nicht immer zu 100% gelingt, kann das Verfahren aber dazu führen, dass man sich kennen gelernt und Vertrauen erarbeitet hat und Konflikte später so gelöst werden können, wie es zielführend ist: in einem guten Gespräch in der Familie.

Der Mediator steht Ihnen zur Seite, ein solches Verhältnis zu erarbeiten und hilft auf dem Weg zu einer Regelung. Er fördert die familiäre Kooperation.


Sollten Sie wirtschaftlich nicht in der Lage sein, die Kosten einer Mediation zu tragen, beraten wir Sie gern über die ehrenamtlichen Mediationsangebote des Mediationszentrum Oldenburg e.V. , dessen Mitglied wir sind.