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Der neue Mann an Mamas Seite...du bist nicht mein Vater! 


Vieles aus dem Vorbenannten gilt natürlich auch für die Konstellation Vater, Mutter, Kind, Stiefvater..

Auch hier hängt viel davon ab, was zur Trennung führte und auch den Widerstand eines leiblichen Vaters gegen den neuen Mann sollte man nicht unterschätzen.


Viele Männer bewegt derzeit, als leibliche Väter, vom Umgang mit ihren Kindern abgeschnitten zu sein.

Leicht geraten sie in die Rolle des Dritten, der die neue Familie stört.

Nicht immer unterstützen Kindesmütter das neue Vater-Verständnis der Männer, um das sie in der Beziehung oft hartnäckig gekämpft haben, auch noch nach der Trennung.

Manchmal erscheint es ihnen angemessen, den Kindesvater wie früher auf den klassischen Zahlvater zu reduzieren.

Auch das muss man als Zeiterscheinung sehen, die kulturellen Bedürfnissen der Mütter folgt, die nicht von ungefähr kommen, sondern lange Zeit als gesellschaftliches Leitbild galten.    

Nicht immer können Gerichte hier zuverlässig helfen, so dass viele leibliche Väter sich als ohnmächtig empfinden, was nicht selten zu jahrelangen gerichtlichen "Schlammschlachten" führt oder den leiblichen Vater resigniert aufgeben lässt.


Andere Fallkonstellationen zeigen, wie sehr sich Stiefväter um Kinder bemühen und als sozialer Vater auch eine 

Verantwortung in der täglichen Erziehung wahrnehmen wollen

Erziehung ist aber nicht nur nett und behaglich, sondern fordert und ist unbequem und lästig-vor allem für die Kinder. 


Zu großen Konflikten führt es, wenn der leibliche Vater den Drang des Nachwuchses, sich der Erziehung zu entziehen, unterstützt. Dies kann aus ganz unterschiedlichen Gründen passieren, wenn man z.B. Erziehungsziele nicht teilt oder aber einfach vielleicht über die Kinder auch unvollständig informiert wurde.


Diese Konflikte sind durch gute Absprachen vermeidbar. Sie entstehen nicht, wenn der leibliche Vater und der soziale Alltags-Vater ein vertrauensvolles und wertschätzendes Verhältnis pflegen und für sich einen Weg gefunden haben, mit einander zu kommunizieren. Dazu gehört auch das Anerkenntnis der Rolle des jeweils anderen.


Konflikte reduzieren sich, wenn die Kindesmutter mit der neuen Vater-Rolle auch in der Trennung zurecht kommt und das ungewohnte Bild als Entlastung und nicht als Bedrohung ihrer neuen Familie empfindet. 


Es ist unmöglich, alle denkbaren Fallkonstellationen hier anzusprechen. Die Fragen, die sich ergeben können, sind so vielfältig, wie die Menschen, die sich in der Patchworkfamilie zurecht finden möchten.


Mediation


Wenn Schwierigkeiten sich häufen und das Familienklima bereits belastet ist, ist die Mediation auch hier ein hilfreiches Verfahren, um Situationen zu entschärfen, aber auch künftige Konflikte zu vermeiden.  

Der Mediator weiß in der Regel um die Schwierigkeiten und das emotionale Durcheinander, das es zu sortieren gilt. Er gibt den geschützten Rahmen, in dem sich ein Perspektivenwechsel vollziehen kann, ohne daran eine bestimmte Erwartung zu knüpfen und wirkt darauf hin, dass für die Beteiligten Raum entsteht, sich in neuen Sichtweisen neu zu positionieren. Er achtet darauf, dass niemand sich für ein Bedürfnis rechtfertigen muss und Bewertungen des jeweils anderen unterbleiben.

Er wird dafür sorgen, dass alle Bedürfnisse und Interessen sorgfältig herausgearbeitet werden und ihre angemessene Berücksichtigung finden -damit es der ganzen Familie gut geht.


Bei Interessen vereinbaren Sie einen Beratungstermin zu den Einzelheiten und den Kosten. 

Sollten Sie wirtschaftlich nicht in der Lage sein, die Kosten einer Mediation zu tragen, beraten wir Sie gern über die ehrenamtlichen Mediationsangebote des Mediationszentrum Oldenburg e.V. , dessen Mitglied wir sind.